0330
0406
Wenn aus den Seelentiefen
 Der Geist sich wendet zu dem Weltensein
 Und Schnheit quillt aus Raumesweiten,
 Dann zieht aus Himmelsfernen
 Des Lebens Kraft in Menschenleiber
 Und einet, machtvoll wirkend,
 Des Geistes Wesen mit dem Menschensein.
#
0323
0329
Frhling - Erwartung

Ins Innre des Menschenwesens
 Ergiesst der Sinne Reichtum sich,
 Es findet sich der Weltengeist
 Im Spiegelbild des Menschenauges,
 Das seine Kraft aus ihm
 Sich neu erschaffen muss.
#
0316
0322
Es spricht zum Menschen-Ich,
 Sich machtvoll offenbarend
 Und seines Wesens Krfte lsend,
 Des Weltendaseins Werdelust:
 In dich mein Leben tragend
 Aus seinem Zauberbanne,
 Erreiche ich mein wahres Ziel.
#
0309
0315
Ich fhle Kraft des weltendaseins:
 So spricht Gedankenklarheit,
 Gedenkend eignen Geistes Wachsen
 In finstern Weltennchten,
 Und neigt dem nahen Weltentage
 Des Innern Hoffnungsstrahlen.
#
0302
0308
Im Lichte, das aus Weltenhhen
 Der Seele machtvoll fliessen will,
 Erscheine, lsend Seelenrtsel,
 Des Weltendenkens Sicherheit,
 Versammelnd seiner Strahlen Macht,
 Im Menschenherzen Liebe weckend.
#
0223
0301
Es will erstehen aus dem Weltenschosse,
 Den Sinnenschein erquickend, werdelust.
 Sie finde meines Denkens Kraft
 Gerstet durch die Gotteskrfte,
 Die krftig mir im Innern leben.
#
0216
0222
Die Welt, sie drohet zu betuben
 Der Seele eingeborenen Kraft;
 Nun trete du, Erinnerung,
 Aus Geistestiefen leuchtend auf
 Und strke mir das Schauen,
 Das nur durch Willenskrfte
 Sich selbst erhalten kann.
#
0209
0215
Es festigt sich Gedankenmacht
 Im Bunde mit der Geistgeburt,
 Sie hellt der Sinne dumpfe Reize
 Zur vollen Klarheit auf.
 Wenn Seelenflle
 Sich mit dem Weltenwerden einen will,
 Muss Sinnesoffenbarung
 Des Denkens Licht empfangen.
#
0202
0208
Ergreifend neue Sinnesreize
 Erfllet Seelenklarheit,
 Eingedenk volzogener Geistgeburt,
 Verwirrend sprossend Weltenwerden
 Mit meines Denkens Schpferwillen.
#
0126
0201
In winterlichen Tiefen
 Erwarmt des Geistes wahres Sein;
 Es gibt dem Weltenscheine
 Durch Herzenskrfte Daseinsmchte;
 Der Weltenklte trotzt erstarkend
 Das Seelenfeuer im Menscheninnern.
#
0119
0125
Es ist in diesem Winterdunkel
 Die Offenbarung eigner Kraft
 Der Seele starker Trieb,
 In Finsternisse sie zu lenken
 Und ahnend vorzufhlen
 Durch Herzenswrme Sinnesoffenbarung.
#
0112
0118
Der Seele Schaffensmacht,
 Sie strebet aus dem Herzensgrunde,
 Im Menschenleben Gtterkrfte
 Zu rechtem Wirken zu entflammen,
 Sich selber zu gestalten
 In Menschenliebe und im Menschenwerke.
#
0105
0111
Und bin ich in den Geistestiefen,
 Erfllt in meinen Seelengrnden
 Aus Herzens Liebewelten
 Der Eigenheiten leerer Wahn
 Sich mit des Weltenwortes Feuerkraft.
#
0101
0104
An Geistesoffenbarung hingegeben
 Gewinne ich des Weltenwesens Licht.
 Gedankenkraft, sie wchst
 Sich klrend mir mich selbst zu geben,
 Und weckend lst sich mir
 Aus Denkermacht das Selbstgefhl.
#
1229
1231
An Geistesoffenbarung hingegeben
 Gewinne ich des Weltenwesens Licht.
 Gedankenkraft, sie wchst
 Sich klrend mir mich selbst zu geben,
 Und weckend lst sich mir
 Aus Denkermacht das Selbstgefhl.
#
1222
1228
Weihnacht Stimmung

Ich fhle wie entzaubert
 Das Geisteskind im Seelenschoss;
 Es hat in Herzenshelligkeit
 Gezeugt das heilige Weltenwort
 Der Hoffnung Himmelsfrucht,
 Die jubelnd wchst in Weltenfernen
 Aus meines Wesens Gottesgrund.
#
1215
1221
Zu tragen Geisteslicht in Weltenwinternacht
 Erstrebet selig meines Herzens Trieb,
 Das leuchtend Seelenkeime
 In Weltengrnden wurzeln,
 Und Gotteswort im Sinnendunkel
 Verklrend alles Sein durchtnt.
#
1208
1214
In meines Wesens Tiefen spricht
 Zur Offenbarung drngend
 Geheimnisvoll das Weltenwort:
 Erflle deiner Arbeit Ziele
 Mit meinem Geistelichte,
 Zu opfern dich durch mich.
#
1201
1207
Kann ich das Sein erkennen,
 Dass es sich wiederfindet
 Im Seelenschaffensdrange?
 Ich fhle, dass mir Macht verlieh'n,
 Das eigne Selbst dem Weltenselbst
 Als Glied bescheiden einzuleben.
#
1124
1130
Geheimnisvoll das Alt-Bewahrte
 Mit neuerstandnem Eigensein
 Im Innern sich belebend fhlen:
 Es soll erweckend Weltenkrfte
 In meines Lebens Aussenwerk ergiessen
 Und werdend mich ins Dasein prgen.
#
1117
1123
So fhl ich erst die Welt,
 Die ausser meiner Seele Miterleben
 An sich nur frostig leeres Leben
 Und ohne Macht sich offenbarend,
 In Seelen sich von neuem schaffend,
 In sich den Tod nur finden knnte.
#
1110
1116
Ich fhle fruchtend eigne Kraft
 Sich strkend mich der Welt verleihn;
 Mein Eigenwesen fhl ich kraftend
 Zur Klarheit sich zu wenden
 Im Lebensschicksalsweben.
#
1103
1109
Das Licht aus Geistestiefen,
 Nach aussen strebt es sonnenhaft:
 Es wird zur Lebenswillenskraft
 Und leuchtet in der Sinne Dumpfheit,
 Um krfte zu entbinden,
 Die Schaffensmchte aus Seelentrieben
 Im Menschenwerke reifen lassen.
#
1027
1102
Es spriessen mir im Seelensonnenlicht
 Des Denkens reife Frchte,
 In Selbstbewusstseins Sicherheit
 Verwandelt alles Fhlen sich.
 Empfinden kann ich freudevoll
 Des Herbstes Geisterwachen:
 Der Winter wird in mir
 Den Seelensommer wecken.
#
1020
1026
Sich selbst des Denkens Leuchten
 Im Innern kraftvoll zu entfachen,
 Erlebtes sinnvoll deutend
 Aus Weltengeistes Krftequell,
 Ist mir nun Sommererbe,
 Ist Herbstesruhe und auch Winterhoffnung.
#
1013
1019
Ich kann im Innern neu belebt
 Erfhlen eignen Wesens Weiten
 Und krafterfllt Gedankenstrahlen
 Aus Seelensonnenmacht
 Den Lebensrtseln lsend spenden,
 Erfllung manchem Wunsche leihen,
 Dem Hoffnung schon die Schwingen lhmte.
#
1006
1012
In meines Wesens Tiefen dringen:
 Erregt ein ahnungsvolles Sehnen,
 Dass ich mich selbstbetrachtend finde,
 Als Sommersonnengabe, die als Keim
 In Herbstesstimmung wrmend lebt
 Als meiner Seele Krftetrieb.
#
0929
1005
Michael Stimmung

Natur, dein mtterliches Sein,
 Ich trage es in meinem Willenswesen;
 Und meines Willens Feuermacht,
 Sie sthlet meines Geistes Triebe,
 Dass sie gebren Selbstgefhl,
 Zu tragen mich in mir.
#
0922
0928
Ich darf nun mir gehren
 Und leuchtend breiten Innenlicht
 In Raumes- und in Zeitenfinsternis.
 Zum Schlafe drngt natrlich Wesen,
 Der Seele Tiefen sollen wachen
 Und wachend tragen Sonnengluten
 In kalte winterfluten.
#
0915
0921
Sich selbst erschaffend stets,
 Wird seelensein sich selbst gewahr;
 Der Weltengeist, er strebet fort
 In Selbsterkenntnis neu belebt
 Und schafft aus Seelenfinsternis
 Des Selbstsinns Willensfrucht.
#
0908
0914
Es dmpfet herbstlich sich
 Der Sinne Reizesstreben;
 In Lichtesoffenbarung mischen
 Der Nebel dumpfe Schleier sich.
 Ich selber schau in Raumesweiten
 Des Herbstes Winterschlaf.
 Der Sommer hat an mich
 Sich selber hingegeben.
#
0901
0907
Das Licht aus Weltenweiten
 Im innern lebt es krftig fort:
 Es wird zum Seelenlichte
 Und leuchtet in die Geistestiefen,
 Um frchte zu entbinden,
 Die Menschenselbst aus Weltenselbst
 Im Zeitenlaufe reifen lassen.
#
0825
0831
Ich fhle fruchtend fremde Macht
 Sich strkend mir mich selbst verleihn,
 Den Keim empfind ich reifend
 Und Ahnung lichtvoll weben
 Im Innern an der Selbstheit Macht.
#
0818
0824
So fhl ich erst mein Sein,
 Das fern vom Welten-Dasein
 An sich, sich selbst erlschen
 Und bauend nur auf eignem Grunde
 In sich, sich selbst ertten msste.
#
0811
0817
Geheimnisvoll das Neu-Empfang'ne
 Mit der Erinnerung zu umschliessen,
 Sei meines Strebens weitrer Sinn:
 Er soll erstarkend Eigenkrfte
 In meinem Innern wecken
 Und werdend mich mir selber geben.
#
0804
0810
Kann ich die Seele weiten,
 Dass sie sich Selbst verbindet
 Empfangnem Welten-Keimesworte?
 Ich ahne, dass ich Kraft muss finden,
 Die Seele wrdig zu gestalten,
 Zum Geistes-Kleide sich zu bilden.
#
0728
0803
Es spricht das Weltenwort,
 Das ich durch Sinnestore
 In Seelengrnde durfte fhren:
 Erflle deine Geistestiefen
 Mit meinem Weltenweiten,
 Zu finden einstens mich in dir.
#
0721
0727
Zu bergen Geistgeschenk im Innern
 Gebietet strenge mir mein Ahnen,
 Dass reifend Gottesgaben
 In Seelengrnden fruchtend
 Der Selbstheit Frchte bringen.
#
0714
0720
Ich fhle wie verzaubert
 Im Weltenschein des Geistes Weben:
 Es hat in Sinnesdumpfheit
 Gehllt mein eigenwesen,
 Zu schenken mir die Kraft:
 Die, ohnmchtig sich selbst zu geben,
 Mein ich in seinen Schranken ist.
#
0707
0713
An Sinnesoffenbarung hingegeben
 Verlor ich Eigenwesens trieb,
 Gedankentraum, er schien
 Betubend mir das Selbst zu rauben,
 Doch weckend nahet schon
 Im Sinnenschein mir Weltendenken.
#
0630
0706
Und bin ich in den Sinneshhen,
 So flammt in meinen Seelentiefen
 Aus Geistes Feuerwelten
 Der Gtter Wahrheitswort:
 In Geistesgrnden suche ahnend
 Dich geistverwandt zu finden.
#
0624
0629
Der Welten Schnheitsglanz,
 Erzwinget mich aus Seelentiefen
 Des Eigenlebens Gtterkrfte
 Zum Weltenfluge zu entbinden;
 Mich selber zu verlassen,
 Vertrauend nur mich suchend
 In Weltenlicht und Weltenwrme.
#
0616
0623
Es ist in dieser Sonnenstunde
 An dir, die weise Kunde zu erkennen:
 An Weltenschnheit hingegeben,
 In dir dich fhlend zu durchleben:
 Verlieren kann das Menschen-Ich
 Und finden sich im Welten-Ich.
#
0609
0615
Zu sommerlichen Hhen
Erhebt der Sonne leuchtend Wesen sich;
Es nimmt mein menschlich Fhlen
In seine Raumesweiten mit.
Erahnend regt im Innern sich
Empfindung, dumpf mir kndend,
Erkennen wirst du einst:
Dich fhlte jetzt ein Gotteswesen.
#
0602
0608
Vergessend meine Willenseigenheit
 Erfllet Weltenwrme sommerkndend
 Mir Geist und Seelenwesen;
 Im Licht mir zu verlieren
 Gebietet mir das Geistesschauen,
 Und kraftvoll kndet Ahnung mir:
 Verliere dich, um dich zu finden.
#
0526
0601
Es wchst der Sinne Macht
 Im Bunde mit der Gtter Schaffen,
 Sie drckt des Denkens Kraft
 Zur Traumes Dumpfheit mir herab.
 Wenn gttlich Wesen
 Sich meiner Seele einen will,
 Muss Menschlich Denken
 Im Traumessein sich still bescheiden.
#
0519
0525
Mein Selbst, es drohet zu entfliehen,
 Vom Weltenlichte mchtig angezogen.
 Nun trete du mein Ahnen
 In deine Rechte krftig ein,
 Ersetze mir des Denkens Macht,
 Das in der Sinne Schein
 Sich selbst verlieren will.
#
0512
0518
Es ist erstanden aus der Eigenheit
 Mein Selbst und findet sich
 Als Weltenoffenbarung
 In Zeit- und Raumeskrften;
 Die Welt, sie zeigt mir berall
 Als Gttlich Urbild
 Des eignen Abbilds Wahrheit.
#
0505
0511
Im Lichte, das aus Geistestiefen
 Im Raume fruchtbar webend
 Der Gtter Schaffen offenbart:
 In ihm erscheint der Seele Wesen
 Geweitet zu dem Weltensein
 Und auferstanden
 Aus enger Selbstheit Innenmacht.
#
0428
0504
Ich fhle Wesen meines Wesens:
 So spricht Empfindung,
 Die in der sonnerhellten Welt
 Mit Lichtesfluten sich vereint;
 Sie will dem Denken
 Zur Klarheit Wrme schenken.
 Und Mensch und Welt
 In einheit fest verbinden.
#
0421
0427
Es spricht zum Weltenall,
 Sich selbst vergessend
 Und seines Urstands eingedenk,
 Des Menschen wachtsend Ich:
 In dir, befreiend mich
 Aus meiner Eigenheiten Fessel,
 Ergrnde ich mein echtes Wesen.
#
0414
0420
Ins ussre des Sinnesalls
 Verliert Gedankenmacht ihr Eigensein;
 Es finden Geisteswelten
 Den Menschensprossen wieder
 Der seinen Keim in ihnen,
 Doch seine Seelenfrucht
 In sich muss finden.
#
0407
0413
 Wenn aus den Weltenweiten
 Die Sonne spricht zum Menschensinn
 Und Freude aus den Seelentiefen
 Dem Licht sich eint im Schauen,
 Dann ziehen aus der Selbstheit Hlle
 Gedanken in die Raumesfernen
 Und binden dumpf
 Des Menschen Wesen an des Geistes Sein.